Greif-Velox | Design for Excellence beim VeloVac-FIBC

Greif-Velox VeloVac-FIBC: Optimierte Produktentwicklung mit Design for Excellence (DfX)

Mit dem VeloVac-FIBC von Greif-Velox können ultraleichte Pulver, wie zum Beispiel Carbon Black, sicher, sauber und hochverdichtet mittels Vakuum-Verfahren in FIBCs („Bigbags“) abgefüllt werden. Das spart bis zu 75 Prozent der Lager- und Logistikkosten sowie Kosten und Zeit für aufwendige Reinigungsarbeiten. Neben der Leistung des VeloVac-FIBC sind bei seiner Entwicklung mit Hilfe von DfX weitere Punkte optimiert worden, vom Aufbau bis hin zur Bedienung. Was das genau heißt, erklärt Dr. Alexander Mildner, Leiter für Forschung und Entwicklung bei Greif-Velox, im Interview.

Wofür steht „DfX“?

„DfX“ steht für „Design for Excellence“, das beinhaltet Methoden, Designrichtlinien und Checklisten, um Produkte und Prozesse entlang des gesamten Produktlebenszyklus stetig zu verbessern. Gleichzeitig steht das „X“ auch für die verschiedenen Bereiche, in denen der VeloVac-FIBC optimiert worden ist, z.B. Design for Production oder Design for Service.

Was bedeutet das für das Entwicklerteam und den Entwicklungsprozess?

Dr. Alexander Mildner: Um die verschiedenen wichtigen Perspektiven einfließen zu lassen, haben wir für die Entwicklung des VeloVac-FIBC ein interdisziplinäres Team an Spezialisten aus den Bereichen Fertigung, Montage, Service, Sales, Projektmanagement und allen Engineering-Disziplinen, wie Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Prüfung, zusammengebracht. Wichtig ist im Prozess zum einen, dass die Zielorientierung in Bezug auf das Verhältnis von Mehrwert zu Produktkosten im Blick behalten wird. Zum anderen müssen die Kundenanforderungen nicht nur gesammelt und sortiert werden, der Entwicklungsleiter muss immer den Überblick behalten, um auch in komplexen Situationen für Lösungsorientierung und Struktur sorgen zu können.

Welche Vorteile hat die DfX-Methode für die Produktentwicklung?

Durch eine Parallelisierung von Design, Produktion und Fertigung sowie die engere Zusammenarbeit der Disziplinen können Fehler frühzeitig vermieden werden. Auf diese Weise können mehrere Korrekturschleifen eingespart und der Produktionseinführungsprozess erheblich verkürzt werden. Je effektiver die Zusammenarbeit funktioniert, desto mehr Wert kann das Produkt im Lebenszyklus erzeugen. Eines der Ergebnisse aus diesem Prozess war zum Beispiel, dass die Anlage als Baukastensystem angelegt werden sollte.

Was beinhaltet dieses Baukastensystem?

Aus Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass eine rein manuelle, nicht automatische Absackung je nach den spezifischen Anforderungen des Kunden ausreichend sein kann. Um aber trotzdem die Möglichkeit zu haben, die Maschine nachträglich zu erweitern und mit automatischen Komponenten auszustatten, haben wir den VeloVac-FIBC retrofit-fähig als vierstufiges Baukastenkonzept angelegt. So können unsere Kunden entsprechend ihrer Anforderungen die Anlage kalkulieren und erweitern lassen – je nachdem ob sie einen höheren Automatisierungsgrad und damit eine höhere Arbeitszeiteinsparung mit einem höheren Invest wünschen oder einen niedrigeren Invest mit einer geringeren Arbeitszeiteinsparung. Zudem sind die Anlagen natürlich länger im Einsatz, wenn sie flexibel erweitert oder aufgerüstet werden können.

Welche weiteren Perspektiven sind zum Beispiel aus der Kunden- bzw. Servicesicht in die Entwicklung des VeloVac-FIBC eingeflossen?

Jedes Element der Anlage ist dank DfX auf den größtmöglichen Nutzen für den Anwender hin ausgelegt. Transport und Montage wurden zum Beispiel so konzipiert, dass sich die Anlage trotz ihrer Größe und ihres Gewichts mit einer Person aufbauen und in Betrieb nehmen lässt. Bei der Aufstellung durch zwei Personen kann die Anlage bereits nach einem Tag abfüllbereit sein und damit Stillstandzeiten und Kosten sparen. Die Bedienung ist intuitiv über eine übersichtliche Benutzeroberfläche möglich, über die auch alle Prozessdaten komfortabel eingesehen werden können. Dazu können sämtliche Sensor- und Aktor-Daten aufgezeichnet, ausgewertet und über Machine Learning zur Selbstoptimierung der Anlage genutzt werden.
So ist ein langlebiges, retrofit-fähiges Produkt entstanden, das flexibel auf neue Situationen angepasst werden kann bzw. sich selbst anpasst, um die höchstmögliche Effizienz zu erreichen.

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