115 Fachbesucher, 22 Partnerunternehmen, zehn Fachvorträge – und eine Grundstimmung, die mich wirklich beeindruckt hat: Jetzt erst recht.
Das war unsere GREIF-VELOX CONNECT am 9. Juni 2026 – zum dritten Mal am Hauptstandort auf unserem Werksgelände in der Kronsforder Landstraße. Und es war die bislang inhaltlich dichteste Ausgabe der Reihe. Was mich besonders freut: Wir haben dieses Jahr alles an einem Ort konzentriert. Das hat den Austausch zwischen Besuchern, Partnern und unserem Team spürbar intensiviert.
Live in der Fertigung: Maschinen, Retrofit und modulare Lösungen
Für mich persönlich ist die Live-Demonstration in der Fertigung das Herzstück der CONNECT – und auch in diesem Jahr war sie das, was die Besucher sehr stark interessiert hat.
Im Mittelpunkt standen laufende Kundenprojekte: eine vollautomatische Flüssigkeits-Abfüllanlage vom Typ A-DOS-P1 für Fässer und IBCs sowie ein BVP Bruttopneumatik-Packer, der im Rahmen eines Retrofit-Projekts um Automatisierungs- und Sicherheitsmodule erweitert wird – darunter eine automatische Sackzuführung, ValvoCare und ValvoSeal. Vielleicht besonders interessant für die Besucher: Diese Nachrüstlösungen sind nicht auf unsere eigenen Maschinen beschränkt. Sie lassen sich auch bei Fremdpackern integrieren – ein konkreter Weg, Automatisierungsgrad und Prozesssicherheit schrittweise zu steigern, ohne eine komplett neue Anlage kaufen zu müssen.
Daneben haben wir Maschinen aus der Essential Line gezeigt: standardisierte, vorkonfigurierte Maschinen mit deutlich reduziertem Engineering-Aufwand – und in vielen Fällen Lieferzeiten von einigen Wochen statt der branchenüblichen mehreren Monate.
Für unsere Vakuum-Technologie hatten wir Besonderes dabei: den VeloVac XL zur BigBag-Absackung unter Vakuum sowie einen VeloVac Testpacker, der bereits für Kundentests in ganz Europa unterwegs war. Eine Karte zeigte, in welchen Ländern er unter realen Produktionsbedingungen lief – als konkretes Angebot, eine unserer Anwendungen vor einer Investitionsentscheidung zu testen.
Ergänzt wurde die Werksführung durch eine R-DOS Custom Line: eine kundenspezifisch ausgelegte Flüssigkeits-Abfülllösung, die zeigt, wie wir individuelle Anforderungen in maßgeschneiderte Konzepte überführen können.
PaaS und flexibles Leasing: Investieren ohne hohe Kapitalbindung
Das Thema Packaging as a Service (PaaS) zog in diesem Jahr mehr Aufmerksamkeit auf sich als je zuvor. Gemeinsam mit CHG MERIDIAN haben wir gezeigt, wie sich Finanzierungsmodelle passgenau auf die Anforderungen und Bilanzerfordernisse einzelner Unternehmen zuschneiden lassen.
Das hat man an den Gesprächen vor Ort gemerkt: PaaS war das Thema, das sich wie ein roter Faden durch den Tag gezogen hat – und passte wie der Schlüssel zum Schloss zu dem, was viele Unternehmen gerade brauchen.
Digitalisierung, KI und Cybersicherheit: Konkrete Lösungen statt Buzzwords
Mehrere Vorträge und Partnerpräsentationen haben das Thema Datendurchgängigkeit und digitale Absicherung aufgegriffen – und zwar wie gewohnt praxisnah.
Den stärksten Andrang neben dem PaaS-Vortrag verzeichnete unser Partner Bizerba, der in diesem Jahr neu an der Messe teilnahm: Thema war eine Datenmanagement-Software, die sämtliche Produktionsprozesse in einem einzigen System abbildet mit dem Ziel, komplexe Systeme fehlerärmer zu machen und die Rückverfolgbarkeit ohne Medienbrüche sicherstellen.
Wir selbst haben in einer Live-Vorführung direkt an den Maschinen unseren neuen elektronischen Ersatzteilkatalog demonstriert. Als Ausblick konnten wir den geplanten Einsatz einer AR-Brille vorstellen – für die Echtzeit-Unterstützung von Technikern bei Wartungseinsätzen vor Ort.
Den Abschlussvortrag nutzte Geschäftsführer Sebastian Pohl, um die fünf Felder zu skizzieren, auf denen wir Künstliche Intelligenz bereits einsetzen oder weiterentwickeln: Condition Monitoring, nutzungsbasierte Preventive Maintenance, datengetriebene Predictive Maintenance, OEE-Monitoring sowie übergreifende Prozessoptimierung. KI und ihre konkreten Auswirkungen auf Produktion und Betrieb – das war das Gesprächsthema der ganzen Veranstaltung.
Unser Partner Siemens hat außerdem die NIS-2-Richtlinie und den EU Cyber Resilience Act auf die Agenda gesetzt und am Beispiel eines NIS2-konformen Fernwartungstools gezeigt, wie Remote-Zugriffe regulationskonform realisiert werden können.
Qualität vor Quantität: Was die CONNECT besonders macht
Was uns von klassischen Messen unterscheidet – und was ich jedes Jahr neu bestätigt sehe: tiefgehende Fachgespräche direkt an den Maschinen, an Partnerständen und in den Vortragsräumen, statt anonymer Messebetrieb. Dass wir alles in diesem Jahr unter einem Dach hatten, hat diesen Effekt noch verstärkt.
Die Besucherzahlen blieben trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konstant hoch –das werte ich als klares Bekenntnis zum Format.
Die Nachbefragung bestätigt das: über 90 Prozent der Teilnehmenden gaben an, während der CONNECT neue Geschäftskontakte geknüpft zu haben. Besonders gelobt wurden die fachliche Tiefe der Gespräche, die Vielfalt der Partner und die Zeit, die für individuelle Fragen blieb.
Einige Rückmeldungen haben mich besonders gefreut:
Und Wolfgang Stricker, Geschäftsführer der GUMMI STRICKER GmbH, hat zusammengefasst, was viele gedacht haben:
Vielen Dank für den sehr interessanten und gut organisierten Tag. Ich habe viel Neues und Wertvolles mitgenommen und sehr interessante Gespräche geführt. Das Motto „Connect“ war wirklich sehr passend gewählt.
Wolfgang Stricker
Geschäftsführer der GUMMI STRICKER GmbH
Sebastian Pohl, Geschäftsführer GREIF-VELOX, zog ein klares Fazit:
Rundum zufrieden – mit der Qualität der Besucher, mit dem Austausch zwischen den Kunden und den Partnern. Alle Rückmeldungen sind positiv. Die Kollegen haben ganz konkrete neue Projekte identifiziert.
Sebastian Pohl
Geschäftsführer GREIF-VELOX
Der Abend in der Sudden Death Brewing: perfekter Ausklang
Die Abendveranstaltung in der Lübecker Craft-Bier-Brauerei Sudden Death Brewing ist zum Abschluss schon eine kleine Tradition. Das Industrieambiente – authentisch und mit klarer Handschrift – hat zum Charakter der CONNECT gepasst wie kaum ein anderer Ort. Rund 20 Biersorten und eine Auswahl außergewöhnlicher Pizzen, darunter eine Kreation mit Blaubeeren, haben für Gesprächsstoff weit über die Fachthemen hinaus gesorgt - das Fazit eines Besuchers brachte es auf den Punkt: „Wir kommen nächstes Jahr wieder.“
Bis 2027!
Für mich war es zum wiederholten Male eine großartige Hausmesse. Die Erwartungen der Teilnehmer, Partner und Kollegen wurden nach diesen Rückmeldungen erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Daher wird es auch 2027 wieder eine GREIF-VELOX CONNECT geben – der Termin folgt.